Manualis

Manualis, Sauna , Sauna-Anlage

Die Sauna-Anlage:

Beispielbild Sauna
Bild Sauna Übersicht
Beispielbild Sauna Utensilien
Beispielbild Sauna Utensilien

An der Sauna-Garderobe sollten zusammen mit den Kleidern auch alle Sorgen und Probleme abgelegt werden.

Finnische Weisheit

Über meine Sauna-Anlage:

Seit 1980 – damals noch durch meine Vorgängerin – wird die rund 45 m2 grosse Sauna-Anlage im Untergeschoss des Hauses  traditionell als seriöse „Privat-Sauna“ betrieben.

„Privat“ heisst in diesem Zusammenhang: Sie mieten immer die ganze Anlage im unteren Stock, kommen alleine oder mit bis zu 5 Personen und saunieren dann ungestört und ohne dass weitere Personen dazukommen. Eben ganz privat.

Diese Tradition führe ich unverändert seit meiner Übernahme im Jahr 1994 gerne so weiter.

Die Anlage hat in der Zwischenzeit diverse Umbauten und Renovationen erhalten.

Mir ist es wichtig, dass sich die Besucher in meiner Sauna wohl fühlen.

Dabei versuche ich, einen möglichst guten Mix aus hoher Qualität und einem fairen Preis anzubieten.

Es ist für mich auch selbstverständlich, neue Gäste vor einem ersten Besuch persönlich die ganze Anlage zu zeigen und sie bei Wunsch und Bedarf auch in die Gepflogenheiten und den Ablauf des Saunabadens einzuführen.

Bilder von der Sauna-Anlage:

Fakten zu unserer Sauna:

Welche Temperaturen/Klima kann man buchen?

Grundsätzlich kann man bei Manualis zwischen finnischer Sauna (heiss und trocken) und Biosauna/Sanarium (weniger heiss, dafür mit höherer Luftfeuchtigkeit) wählen.

Finnische Sauna:
Die Ursprüngliche. Hier liegen die wählbaren Temperaturen stufenlos zwischen 70° bis 100° Celsius.
Die Luftfeuchtigkeit ist dabei sehr tief, weshalb wir so hohe Temperaturen überhaupt erst aushalten können.
Mit Aufgüssen (freiwillig) kann jeder selber kurzzeitig die Luftfeuchtigkeit erhöhen. Die so verdampften Tröpfchen schlagen sich dann als „prickeln“ auf der Haut nieder.
Mit Ätherischen Ölen oder Duftkonzentraten kann das Aufgusswasser aromatisiert werden. (Die Konzentrate bringt jeder bei Bedarf selber mit.) 

Bio-Sauna, Sanarium:
Hier bewegt sich die wählbare Temperatur zwischen 50° bis 70° Celsius.
Ein im Ofen integrierter Verdampfer sorgt bei der Bio-Sauna/Sanarium für eine konstante, voreingestellte Luftfeuchtigkeit.
Bei der Reservation der Anlage können Sie die Höhe der gewünschte Feuchtigkeit angeben.
Wählen Sie zwischen „wenig“, „mittel“ und „viel“ Feuchtigkeit, was in etwa einem Bereich zwischen rund 30 bis 70 % relativer Feuchtigkeit entspricht.
Über einen Duftkelch kann auch hier ein Konzentrat oder Ätherisches Öl dem Dampf beigemischt werden. (Die Konzentrate bringt jeder bei Bedarf selber mit.) 

(Anmerkung: In Dampfbädern ist die Luftfeuchtigkeit 100%. Da unsere Anlage aber eine Holzkabine ist, darf die Luftfeuchtigkeit nicht über 70% steigen, da sonst das Holz Schaden nehmen würde. Biosauna/Sanarium ist also ein Kompromiss.)

Weitere allgemeine Infos zu Sauna-Typen und deren Klima erfahren Sie weiter unten.

Wie ist die Sauna-Anlage bei Manualis ausgestattet?

Sie mieten bei Manualis den ganzen unteren Stock mit 45 m2 zur alleinigen Nutzung für die abgemachte Dauer.

Die Anlage besteht aus:

  • einer Garderobe
  • einer Toilette
  • dem grossen Aufenthalts- und Liegeraum
  • der Lese-Ecke
  • dem Frisierplatz mit Handföhn
  • einem Warmwasser-Fussbad
  • einem Kaltwasser-Tauchbecken
  • der Duschinsel mit normaler Dusche, Handbrause und Körperdüsen, sowie einer einer Kaltwasser Schwallbrause und Schlauch
  • einem Lavabo mit Seife und Papierhandtücher
  • und natürlich der Saunakabine selber mit 3 Liegeflächen (2,2 Meter) und dem Ofen mit Verdampfer
Was muss ich für einen Saunabesuch selber mitbringen?

Unbedingt mitbringen sollten Sie:

  • zwei grosse Bade-/Saunatücher
    Eines mindestens 1,8 Meter lang. (Um auf der Holzliege in der Kabine liegend ganz ausgestreckt kein Schweiss im Holz zu hinterlassen.)
    Das Zweite benötigen Sie um sich nach dem Duschen abzutrocknen.)
  • Ihre persönlichen Dusch- und Pflege Utensilien.

Weiter macht eventuell Sinn:

  • Badeschuhe, Bademantel
  • Duft-Essenzen für Aufgüsse
  • Lesematerial
  • Musik CD
  • und natürlich genügend Zeit.
Wie lange dauert ein Saunabesuch?

Die übliche Standartdauer für einen Saunabesuch liegt bei 2 Stunden.

So sollten Sie ohne Hektik genügend Zeit haben, um sich auszuziehen, sich in der Anlage einzurichten, eventuell kurz zu duschen, anschliessend drei Saunagänge zu absolvieren und am Ende des Besuchs noch die Schlusspflege inklusive kurzem Aufräumen und Ankleiden durchzuführen.

Für Geniesser biete ich auch Verlängerungen mit 30, oder 60 Minuten an.

Den genauen Sauna-Ablauf sehen sie hier.

Wie viele Personen können die Anlage benutzen?

Die Anlage ist für 1 bis maximal 6 Personen geeignet.

Die Kosten sind immer gleich.

Wann darf ich nicht in die Sauna kommen?

Grundsätzlich gilt:

Wer so krank ist, dass er ins Bett gehört, der darf nicht in die Sauna.

Personen mit offenen Wunden, akuten Infekten, Fieber, entzündlichen Erkrankungen, schweren Herz-Kreislauf-Problemen (wie instabile Angina Pectoris, frischer Infarkt, schwere Herzinsuffizienz) und unkontrolliertem Bluthochdruck dürfen die Sauna nicht besuchen.

Vorsicht geboten ist bei starken Krampfadern, Venenthrombosen, fortgeschrittenen Nierenerkrankungen, oder im ersten Trimester der Schwangerschaft.

Auch Hauterkrankungen (akut entzündlich), Alkohol- oder Drogeneinfluss und Klaustrophobie (in kleinen Kabinen) sprechen eher gegen die Sauna.

Im Zweifelsfall klären Sie es unbedingt vorher mit Ihrem behandelnden Arzt ab.

Kann der Saunabesuch mit einer Massagebehandlung kombiniert werden?

Ja, das wäre sogar eine gute Option.

Die beste Wirkung wird erzielt, wenn eine Massage zwischen dem ersten- und zweiten-, oder dem zweiten- und dritten Saunagang eingeschoben werden kann.
Dann ist das Gewebe durchgehend aufgewärmt, locker und gut durchblutet.

Die Terminfindung könnte allersdings schwierig werden.
Also einen freien Sauna-Termin, in dessen Mitte ich genau auch noch einen Massagetermin frei habe.
Je füher so etwas geplant wird um so höher stehen die Chancen.

Wenn Sie also eine Kombination von Sauna und Massage wünschen, so nehmen Sie am besten telefonisch mit mir Kontakt auf, damit wir gemeinsam nach möglichen Zeitfenstern suchen können.

Wie Buche ich die Sauna bei Manualis?

Ganz einfach:

Über diesen Link gelangen Sie zu meiner Buchungsplatform für die Sauna-Anlage.

  • Akzeptieren Sie zuerst die Buchungsbedingungen und drücken dann auf „Buchen„.
  • Nun können Sie die Sauna-Art wählen. (Also finnische Sauna oder Biosauna/Sanarium).
  • Dann wählen Sie die Sauna-Dauer. (2 Stunden, oder 2,5 Stunden, oder 3 Stunden)
  • Erst dann gelangen sie zum Kalender mit allen aktuell wählbaren Anfangszeiten.
  • Wählen Sie zuerst den Monat und den Tag, dann sehen sie die möglichen Startzeiten.
  • Nach der Auswahl müssen Sie nur noch die persönlichen Angaben machen.
    (Name, Telefon und E-Mail, Anzahl Personen, Temperatur – und bei Sanarium das Klima, also wenig/mittel/viel Feuchtigkeit)
  • Fertig.

Sie benötigen kein spezielles Login, müssen kein Kundenkonto anlegen und benötigen somit auch kein Passwort!

Wichtig(!!!):
Die Buchungsplattform (Setmore) schickt Ihnen anschliessend umgehend eine Reservationsbestätigung.

Diese sagt aber nur aus, dass die gewählte Zeit für Sie blockiert und die Anfrage an mich gesendet wurde.

Da ich die Anlage vorher persönlich richten muss (also reinigen, vorbereiten und auf das gewünschte Klima einstellen), muss ich im Haus sein und zwischen meinen Behandlungs-Terminen Zeit haben.

Das klappt auch in den meisten Fällen, muss aber geplant werden.

Deshalb ist Ihre Buchung erst verbindlich, wenn Sie von mir persönlich per E-Mail oder Telefon eine Bestätigung erhalten haben.

Hat die Sauna-Anlage eigene Parkplätze?

Leider nein.

Die Sauna-Anlage liegt mitten in der Altstadt vom historischen Städtchen Diessenhofen.

In Gehdistanz finden Sie aber ausreichend Parklpätze in der blauen Zone, oder den Grossparkplatz „Viehwies“ an der Grabenstrasse.

Der Bahnhof Diessenhofen liegt 5 Minuten Fussweg entfernt.

Den genauen Lageplan sehen Sie hier.

Ist die Sauna-Anlage rollstuhlgängig?

Leider nein.

Die Sauna-Anlage befindet sich im Untergeschoss und hat keinen Lift.
Das Treppenhaus ist zudem recht eng.

Sauna ist wie eine ruhige Insel in einer lauten Welt.

Sauna-Preise:

Es gilt:

Der Preis für die Anlage ist grundsätzlich auf die übliche Belegungsdauer von 2 Stunden ausgelegt.
(Das ist die Mindestbelegung.)
Die Kosten können also nicht verringert werden, wenn Sie die Anlage weniger als 2 Stunden benutzen.

Die Belegungsdauer kann aber gegen Aufpreis um 30, oder 60 Minuten verlängert werden.
(Auf total 2,5 oder 3 Stunden.)

Der Preis ist unabhängig von Klima, Temperatur, oder Personenanzahl.
(Anlagenbenutzung für 1 bis max 6 Personen möglich.)

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben nur Zutritt mit einem Erwachsenen.

Belegungsdauer

Preis für

einmaligen Eintritt

Preis für 10-er

Abo (1 Jahr gültig)

2 Stunden pauschal

50.--

450.--

bis 30 Minuten

Verlängerung

+10.--

+90.--

bis 60 Minuten

Verlängerung

+20.--

+180.--

Wie kann der Saunabesuch bezahlt werden?

Am einfachsten direkt mit Barzahlung.

Es besteht die möglichkeit der Zahlung per TWINT.

Gerne kann ich Ihnen auch eine Rechnung mit QR Einzahlungsschein erstellen.

Achtung: Kartenzahlung (Debit- & Kreditkarten) kann ich leider nicht annehmen.

Gibt es Geschenkgutscheine für die Sauna?

Ja!

Gerne erstelle ich Ihnen einen individuellen Geschenkgutschein in beliebiger Höhe ab Fr. 50.–.

Der verschenkte Betrag wird dann dem Beschenkten bei mir gutgeschrieben und dann bei den Saunabesuchen angerechnet.

Bestellen können Sie solche Gutscheine direkt bei mir im Geschäft, oder per Telefon, oder per E-Mail.

Öffnungszeiten der Sauna:

Achtung:
Der Besuch der Sauna-Anlage ist nur nach einer Reservation möglich!

Montag bis Sonntag:
8:00 bis 22:00 Uhr

Die Sauna dient als natürliche Apotheke für Körper und Seele!

Fragen & Antworten zum saunieren:

Welche Sauna-Arten gibt es grundsätzlich?

...

Finnische Sauna (Klassisch):
Hohe Temperaturen von 70 bis 100°Celsius bei geringer Luftfeuchtigkeit (5 bis 20%)
Ideal zum Trainieren von Herz-Kreislauf und Immunsystem.

Biosauna (Sanarium):
Eine sanftere Variante bei 50 bis 70 °Celsius und einer höheren Luftfeuchtigkeit von 40 bis 70 % relativer Luftfeuchtigkeit.
Kreislaufschonend und gut für die Haut und Atemwege.

Dampfbad (Dampfsauna):
Temperaturen von 40 bis 50 °Celsius, aber bis zu 100% relativer Luftfeuchtigkeit.
Sehr wohltuend für die Atemwege und die Haut.

Infrarotsauna:
Nutzt Infrarotstrahlen zur Tiefenerwärmung bei ca. 40 bis 70 °Celsius.
Gut gegen Muskelverspannungen. Geeignet für Einsteiger. In kleine Kabinen möglich.

Banja (Russische Sauna):
Ähnlich der finnischen Sauna. Wird oft mit Birkenzweigen (Wenik) angewendet. Das Schlagen auf die Haut fördert dabei die Durchblutung. Temperaturen ca. 60 bis 80 °Celsius.

Erdsauna:
Oft als Blockhaus in die Erde eingelassen. Sie erreicht sehr hohe Temperaturen (bis 130 °Celsius) und bietet ein rustikales Erlebnis. Eher für hartgesottene Fans.

Hamam (Türkisches Dampfbad):
Der Fokus liegt hier auf der Reinigung und der Erwärmung. Es herrschen ca. 50 °Celsius und eine hoher Feuchtigkeit. Hamam wird oft kombiniert mit (Schaum-) Massagen.

Salz-Sauna:
Sauna-Anlagen die oft wie eine Höhle aufgebaut sind und Wände mit Salzsteinverkleidung haben. Sie sollen die Atemwege befreien.

Was bewirkt Sauna im Körper?

...

Die Wirkungen einer richtig angewendeten Sauna sind sehr vielfältig und durchwegs positiv für den Körper.

Bei Vielen wirkt der Saunabesuch belebend. Andere empfinden nachher eher eine wohlige Müdigkeit.
Das ist individuell – und hängt auch noch von der Tageszeit des Besuches ab.

Direkt wirkt die Sauna unter anderem auf:

die Haut
Bessere Durchblutung, Aktivierung der Schweiss- und Talgdrüsen, Abstossen von alten Hautschuppen, Straffung und bessere Dehnfähigkeit.

Das Bindegewebe, Muskeln, Sehnen und Bänder
Anregung des Stoffwechsels, bessere Durchblutung, Straffung, lösen von Verklebungen und Verhärtungen, Entspannung.

Den Herzkreislauf
Aktivierung und Training des Kreislaufes, Leerung der Blutspeicher.

Den Blutdruck
Regulierung des Blutdrucks auf vegetativer Ebene.

Als Entgiftung
Ausscheiden von Giftstoffen mit dem Schweiss.

Als Anregung des Immunsystems
Vermehrte Produktion von weissen Blutkörperchen – Antikörper.

und… Auf die Psyche
Ruhe, Entspannung und Harmonisierung des vegetativen Nervensystems.

Dass man allerdings durch Sauna alleine abnehmen kann stimmt nicht.
Wenn Sie vor und nach einem Saunabesuch auf die Waage stehen, so werden Sie zwar einen Gewichtsverlust von bis zu 2,5 kg feststellen können, das ist jedoch reiner Wasserverlust durch das Schwitzen.
Da der Körper aber ein fixes Verhältnis von Wasser zu seiner Grösse und Gewicht hat, gleicht er diesen Verlust bei der nächsten Flüssigkeitsaufnahme wieder aus.

Als Unterstützung bei einer Schlankheitskur kann Sauna aber sicher eine gute Ergänzung sein.

Wie geht ein richtiger Sauna-Ablauf?

...

 Die nachfolgenden Tipps gelten sowohl für finnische (trockene) Sauna wie auch für die feuchten Saunaformen.

Einen Saunabesuch muss man planen und auf jeden Fall genügend Zeit einrechnen (mind. 2 Stunden).

Es kann auch gut ein Erlebnis für die ganze Familie sein. Denn auch Kinder und Kleinkinder dürfen grundsätzlich in die Sauna.
Achten Sie darauf, dass Sie 1 Stunde vor der Sauna kein reichhaltiges, „schweres“ Essen mehr zu sich nehmen.
Gehen Sie aber nie hungrig oder durstig ins Schwitzbad.
Sauna und Alkohol vertagen sich sehr schlecht – ja es kann sogar sehr gefährlich werden!

Der Saunabesuch beginnt mit dem Entkleiden.
Zuerst macht man die Grundreinigung vom Alltag (duschen, ev. Fussdesinfektion).
Gehen Sie nun für den ersten Saunagang in die Kabine.
Achten Sie darauf, dass sie Haare und Haut vorher abtrocknen.
Drehen Sie die Sanduhr, damit Sie wissen wie lange Sie schon drin sind.
Liegen, oder sitzen Sie auf Ihr grosses Badetuch. (Jeder (!) Körperteil gehört auf das Badetuch, da das Holz sonst den Schweiss aufsaugt und so für alle unhygienisch wird! Tuch also auch unter die Füsse oder an die Rücklehne beim Sitzen!)
Grundsätzlich ist das Liegen für den Körper am verträglichsten, da das Herz weniger arbeiten muss.
Verhalten sie sich ruhig (wenig reden, keine Turnübungen) und entspannen Sie sich.
Bleiben Sie so lange in der Kabine, wie es Ihnen wohl ist.
Setzen Sie sich vor Verlassen der Kabine für mindestens 30 Sekunden aufrecht hin (Kreislauf-Angewöhnung!).
Zwingen Sie sich nicht noch länger auszuharren. 15 Minuten sollten das absolute Maximum sein – länger bringt nichts!

Nehmen Sie nach dem verlassen der Kabine ein „Luftbad“.
Gehen sie dazu ruhig hin und her (im Freien, oder vor einem offenen Fenster) und atmen Sie tief und regelmässig für 1 bis 2 Minuten.
Damit versorgen Sie den ganzen Organismus (Haut und Lungen) mit Sauerstoff.
Da Sie aus der Wärme kommen sind alle Poren am Körper offen und begünstigen so den Gasaustausch. (Nach dem Abkühlen ist dieser Effekt viel kleiner!)
Die Finnen machen das auch, indem sie zum See spazieren.

Nun folgt die Abkühlung. Entweder unter der Dusche, mit dem Kneipp-Schlauch, unter der Schwallbrause, oder im Tauchbecken (hier zuerst Duschen damit aus Hygienegründen möglichst wenig Schweiss ins Tauchbecken gelangt).

Machen Sie diese Abkühlung! Auch wenn es Sie Überwindung kostet. Und zwar mit möglichst kaltem Wasser!
(Sie laufen sonst Gefahr, dass sie einen Hitzestau erleiden! Es kann sich durch Schwindel, Kopfweh oder Übelkeit bemerkbar machen.)
Am wenigsten belastend für den Kreislauf ist, wenn die Abkühlung immer von der Peripherie zum Herzen hin erfolgt.
Also zuerst ein Bein, dann das Andere, nachher ein Arm, dann der Andere, nochmals die Beine, das Gesäss, der Bauch, Rücken, Brust und zum Schluss auch noch Hals, Nacken und Schläfen. (Das funktioniert auch im Tauchbecken!)
Trocknen Sie sich danach ausgiebig ab. Ziehen Sie ev. Ihren Bademantel an.

Als nächstes folgt das warme Fussbad. Das machen viele Leute nicht, oder falsch!
Es nimmt aber in der korrekten Sauna-Anwendung eine zentrale Stellung ein.
Lassen Sie dazu warmes Wasser in das Fussbecken ein (nicht zu heiss).
Tauchen Sie nun Ihre Füsse für ca. 1 Minute ins Becken. (Wenn Sie nun wieder zu schwitzen beginnen, gehen Sie sich nochmals kalt duschen und wiederholen Sie das Fussbad.)
Trocknen Sie die Füsse sorgfältig ab.

Die Erklärung dazu: Wir haben durch den Saunagang unsere Kerntemperatur um ca. 1 Grad erhöht (leichtes Fieber).
Abhilfe erfolgt durch das Blut, welches nun in grosser Menge durch die erweiterten Blutgefässe zur Hautoberfläche gelangt, dort abkühlen kann und zurück in das Körperinnere strömt und auch dort Abkühlung bringt.
Durch den „Schock“ mit dem kalten Wasser ist unsere Haut jetzt zwar kalt.
Aber weil das Abkühlen so schnell und heftig statt gefunden hat, sendet unser Gehirn nun sofort den Befehl, alle Blutgefässe wieder zu verengen, damit wir uns nicht unterkühlen.
Somit gelangt also das Blut gar nicht erst an die Hautoberfläche und kann auch nicht abkühlen!
Mit dem warmen Fussbad überlisten wir nun diesen Steuermechanismus.
Da die Füsse eine reflektorische Wirkung haben (bekannt z.B. bei der Fussreflexzonenmassage) melden Sie dem Gehirn, dass wir wieder warm haben und dieses reagiert prompt, indem die Blutgefässe wieder erweitert werden.
Der Wärmeaustausch an der Hautoberfläche kann nun stattfinden.
Der Clou an der Sache ist eben der schnelle Wechsel (Schock) zwischen warm und kalt, respektive engen und weiten Blutgefässen.
Denn so erfahren die Gefässwände ein Training und eine Stärkung (bekannt auch aus den Kneipp-Anwendungen).
So kann unter anderem gegen Venenleiden u.v.m. vorgebeugt werden.

Es folgt die Ruhephase.
Um nun dem Körper die nötige Zeit zum Herunterkühlen zu geben, aber auch um sich von den Anstrengungen zu erholen, legen wir eine Ruhepause ein.
Am besten liegend in einer Gesundheitsliege (Füsse leicht erhöht) für mindestens die gleiche Zeitdauer wie wir uns in der Saunakabine aufgehalten haben. Grundsätzlich also ca. 15 Minuten.
Vermeiden Sie auch hier Freiübungen, körperliche Anstrengungen und Stress.
Lesen, Musikhören, leichte Unterhaltungen oder einfach Nichtstun sind angesagt.

So, nun sind wir bereit für den 2. Saunagang. Dieser verläuft genau wie der Erste.

Bei genügend Lust und Zeit folgt noch ein 3. Saunagang.
Abschliessend macht man die Schlussreinigung und Körperpflege und achtet vor dem Verlassen der Saunaanlage auch noch darauf, dass auch die nächsten Besucher ein sauberes Badevergnügen antreffen.

Während der Sauna sollte man am besten nichts essen oder trinken.
Das unterstützt die Reinigung des Blutes.
Achten Sie aber darauf, dass Sie nicht in eine Unterzuckerung oder Dehydrierung kommen.
Trinken Sie in diesem Fall am besten Wasser oder Fruchtsäfte und essen Obst oder Traubenzucker.

Warum soll Sauna gegen Erkältungen vorbeugen?

...

Grundsätzlich kann man sagen:

Saunieren schützt vor Erkältungen, indem es durch Hitze und anschließende Abkühlung das Immunsystem trainiert, die Durchblutung fördert und die Produktion weißer Blutkörperchen anregt.

Wichtig ist dabei auch die Mehrdurchblutung der Schleimhäute in Nase und Rachen, wodurch Viren schwerer in unseren Körper eindringen können.

Hochinteressant ist aber die Tatsache, dass wir bei einem Saunabesuch unsere Kern-Körpertemperatur kurzfristig stark erhöhen.
Wir haben quasi Fieber.

Da im menschlichen Körper eine möglichst konstante Kerntemperatur (ca. 36,6 ° Celsius) herrschen muss, versucht er nun mit verschiedenen Methoden die erhöhte Temperatur wieder in den Griff zu bekommen. Das wichtigste Heiz- und Kühlmittel im Körper ist dabei das Blut, vergleichbar dem Wasser in einer Zentralheizung.
Sinkt die Temperatur im Körper, so wird alles auf „Heizen“ eingestellt (Haare aufstellen, vermehrte Verbrennung im Verdauungstrakt, schliessen der Hautporen, Zittern um Bewegungswärme der Muskeln zu produzieren, Verengung der Blutbahnen um das wärmende Blut bei den lebenswichtigen Organen zu konzentrieren, etc.).
Steigt die Temperatur, so wird auf „Kühlen“ umgeschaltet. Das geschieht in erster Linie durch Mehrdurchblutung, öffnen der Hautporen und Verdunstung von Schweiss auf der Haut. 

Wenn nun unsere nackte Haut grossflächig in der Sauna der Hitze ausgesetzt ist, heizt sich auch das unter der Haut zirkulierende Blut auf und transportiert diese Wärme in unser Inneres.

Das Nervensystem stellt fest, dass sich die Kerntemperatur erhöht. Wir beginnen zu schwitzen.
Gleichzeitig aber, reagiert das Nervensystem auch noch in anderer Weise auf den länger als nur 2-3 Minuten andauernden Temperaturanstieg. Denn es weiss ja nicht, wieso wir innerlich „Fieber“ haben.

Normalerweise wird Fieber im Körper durch eine Entzündung – also auch durch explosionsartige Vermehrung von eingedrungenen Viren, ausgelöst. Um sich dagegen zu wehren, wird sofort der Befehl ausgegeben, weisse Blutkörperchen zu produzieren. Denn diese würden bei einem Angriff von aussen durch Viren (zum Beispiel bei einem Grippevirus) helfen die Eindringlinge über das Imunsystem zu bekämpfen.

Diese so produzierten weissen Blutkörperchen werden in den Blutkreislauf ausgeschüttet und sind auf Virensuche.
Wenn sie keine Eindringlinge finden, sterben sie nach 5 bis 10 Tagen ab und werden über den Urin normal ausgeschieden.

Somit haben wir also für einige Tage eine kleine „Armee“ mobilisiert, ohne dass wir krank sind.
Wenn wir uns innerhalb dieser Zeitspanne tatsächlich mit einem Virus infizieren, steht bereits eine Armee in genügender Stärke da, um die Eindringlinge sofort zu bekämpfen, noch bevor sich diese explosionsartig vermehrt haben.

Deshalb geht man davon aus, dass bei regelmässiger, (wöchentlicher) Sauna der Körper besser vor Erkältungsviren geschützt ist.

Wichtig:
Dies gilt als Vorbeugung.
Bei einer akuten Erkältung oder Fieber ist Saunieren tabu, da es den Körper zusätzlich schwächen kann!

Wann soll man nicht in die Sauna?

...

Die Finnen sagen in einem Sprichwort: „Wer zu Fuss in eine Sauna laufen kann, der darf sie auch benützen.“

Ganz so unkritisch dürfen wir es allerdings nicht ansehen.

Bei Unsicherheiten berate ich Sie gerne – und noch besser ist, wenn Sie sich vorgängig mit Ihrem Hausarzt absprechen.

Grundsätzlich gilt:
Wer so krank ist, dass er ins Bett gehört, der darf nicht in die Sauna!

Personen mit offenen Wunden, akuten Infekten, Fieber, entzündlichen Erkrankungen, schweren Herz-Kreislauf-Problemen (wie instabile Angina Pectoris, frischer Infarkt, schwere Herzinsuffizienz) und unkontrolliertem Bluthochdruck dürfen die Sauna nicht besuchen.

Vorsicht geboten ist bei starken Krampfadern, Venenthrombosen, fortgeschrittenen Nierenerkrankungen, oder im ersten Trimester der Schwangerschaft.

Auch Hauterkrankungen (akut entzündlich), Alkohol- oder Drogeneinfluss und Klaustrophobie (in kleinen Kabinen) sprechen eher gegen die Sauna.

Besuchen sie die Sauna lieber nicht, wenn Sie unter starkem Stress stehen, grosse Gefühlsschwankungen durchleben, viel Alkohol oder Drogen im Blut haben und wenn Sie starke Medikamente nehmen.

Am besten ist es auch, wenn Sie nicht alleine in der Sauna sind. Denn so können Sie jederzeit gegenseitig aufeinander achtgeben und in einem Notfall helfen.

Wie oft geht man in die Sauna?

...

 So lange Sie sich wohl fühlen dabei, können Sie so oft die Sauna besuchen wie sie mögen.

Die meisten Saunagänger baden wöchentlich einmal, wenige auch zweimal.
Denn wie oben bereits beschrieben, halten die Wirkungen des Saunabadens (also die Produktion von weissen Blutkörperchen die im Blut patroullieren) etwa eine Woche vor.
Das bedeutet weitgehenden Schutz gegen Schnupfen, Erkältung, Grippe, Infekte und ein gutes „Anti-Stress-Training“, weil die Anregung und Umstimmung der Steuerungsorgane im Körper bis zu maximal 10 Tage anhalten.

Bei einigen Patienten wird manchmal sogar eine tägliche Sauna verordnet (einmal heiss/kalt).
Sportler „baden“ zur Unterstützung der Kondition oft zweimal pro Woche in der Sauna.

Bezüglich der Saunagänge pro Besuch kann gesagt werden, dass für eine günstige körperliche Reaktion mindestens ein Aufenthalt in der Kabine von mindestens 8 Minuten nötig ist.
Zwei oder drei solcher Aufenthalte sind besser.
Eine Überschreitung von 15 Minuten pro Gang vermag die Wirkung aber nicht mehr zu steigern.
Es spricht für die Ungefährlichkeit des Saunabades, dass sich auch bei Übertreibungen, z.B. mehr als drei Saunagänge bei einem Bad, oder fast tägliches Saunabaden mit zwei bis drei Gängen, nicht unbedingt Gesundheitsschäden einstellen.
Bei dieser Übertreibung jedoch ermüdet man unter Umständen schon während des Bades, und die vorteilhaften Wirkungen der Sauna-Anwendung werden dadurch nicht grösser.

Im Gegenteil!
Statt Schlafförderung beispielsweise könnten sich Schlafstörungen, statt beruhigt und ausgeglichen zu sein, könnte sich Gereiztheit einstellen.

Fazit:
Optimal ist ein Mal pro Woche mit je drei Saunagängen à je 10 bis 12 Minuten.

Saunabesuch im Sommer?

...

Aber sicher!
Die Wirkungsweise der Sauna ist in jeder Jahreszeit grundsätzlich immer die Selbe!
Die Schwitzkabine wird auf die gleiche Temperatur geheizt und das Wasser zum abkühlen kommt auch aus dem gleichen Hahnen, Sommer wie Winter. (Gut, da gibt es Unterschiede mit den Jahreszeiten, da die Leitungen im Boden im Sommer wärmer sind…)

Der Unterschied entsteht lediglich in unserem Kopf.
Wenn es „draussen“ kalt ist, so freut man sich mehr auf die wärmende Sauna.
Hat man hingegen tagsüber schon so warm, empfinden es Viele als widersinnig auch noch in einer Sauna zu schwitzen.

Aber vom gesundheitlichen Aspekt spielt es für die Anwendung der Sauna keine Rolle welche Jahreszeit es ist.
Auch die körperlichen Auswirkungen bleiben die Gleichen.

Hatten Sie noch nie eine Sommergrippe?
Leidet jemand mit Asthma oder Durchblutungsstörungen nur im Winter?
Auch die Körperpflege und psychische Entspannung ist Jahreszeiten unabhängig möglich.
Sehr positiver Effekt ist noch, dass in den meisten Saunaanlagen der Eintritt im Sommerhalbjahr günstiger ist, und es erst noch weniger voll ist.

Also ganz klar – Sauna im Sommer ist sehr zu empfehlen!

Sauna macht glücklich –

…und schön!