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Sauna & Gesundheit: Wer darf? Was bewirkt es? Wie oft soll/darf man?                        Zurück

Wer darf in die Sauna?

Die Finnen sagen in einem Sprichwort: „Wer zu Fuss in eine Sauna laufen kann, der darf sie auch benützen.“

Ganz so unkritisch dürfen wir es allerdings nicht ansehen.
Bei Unsicherheiten beraten wir Sie gerne, und noch besser ist, wenn sie sich vorgängig mit Ihrem Hausarzt beraten.
Wer so krank ist, dass er ins Bett gehört, der darf nicht in die Sauna.
Personen mit Fieber, Infektionen (auch von inneren Organen), nicht ausgeheilte Lungen-Tuberkulose, Krebsleiden, Gehirnanfallskrankheit, hochgradige Gefässverengungen (vor allem im Gehirn und am Herzen), und allen ansteckenden Krankheiten dürfen sicherlich nicht in die Sauna.
Patienten mit Veränderungen am Herzen, wo bereits bei Körperruhe die Leistung nicht ausreicht dürfen ebenfalls nicht in die Sauna.
Bei manchen Krankheiten z. B. beim Bluthochdruck, kommt es darauf, ob er beeinflussbar ist.
Dann wirkt nämlich die Saunawärme bei vorsichtiger Abkühlung günstig, d. h. drucksenkend.
Bei der feuchten Sauna (Bio-Sauna oder Sanarium) haben Studien sogar eine langfristige Besserung von leichtem bis mittlerem Bluthochdruck nachweisen können.
Dies durch die positive Wirkung dieser Badeform auf das vegetative Nervensystem – welches den Blutdruck steuert.
Auch bei vielen funktionellen Herzbeschwerden ist Sauna sogar empfohlen.

Weiter zu empfehlen ist das Saunabaden z.B. bei:
Peripheren Durchblutungsstörungen, Asthma, Bronchitis, chronischer Katarrh der oberen Atemwege, (nicht akutes) chronisches Rheuma, Muskel- und Weichteilrheuma, Arthrosen, Bandscheibenbeschwerden, Verspannungen, etc.
Ebenfalls unterstützend wirkt die Wärmeanwendung nach Sport und Belastung, sowie bei Gemütsschwankungen.

Zudem ist es eine Form von Körperhygiene und dient schlussendlich auch der Sauberkeit.Die Wirkungen einer richtig angewendeten Sauna sind sehr vielfältig und durchwegs positiv für den Körper.

Was bewirkt die Sauna?

Bei Vielen wirkt der Saunabesuch belebend, Andere empfinden nachher eher eine wohlige Müdigkeit.
Das ist individuell und hängt auch noch von der Tageszeit des Besuches ab.

Direkt wirkt die Sauna unter anderem auf die Haut (besser Durchblutung, Aktivierung der Schweiss und Talgdrüsen, Abstossen von alten Hautschuppen, Straffung und bessere Dehnfähigkeit), das Bindegewebe, Muskeln, Sehnen und Bänder (Anregung des Stoffwechsels, besser Durchblutung, Straffung, lösen von Verklebungen und Verhärtungen, Entspannung), den Herzkreislauf (Aktivierung und Training des Kreislaufes, Leerung der Blutspeicher), den Blutdruck (Regulierung das Blutdruckes auf vegetativer Ebene), als Entgiftung (Ausscheiden von Giftstoffen mit dem Schweiss), als Anregung des Immunsystems (vermehrte Produktion von weissen Blutkörperchen – Antikörper) und natürlich auch auf die Psyche (Ruhe, Entspannung, Harmonisierung des vegetativen Nervensystems).

Dass man allerdings durch Sauna alleine abnehmen kann stimmt nicht.
Wenn Sie vor und nach einem Saunabesuch auf die Waage stehen, so werden Sie zwar einen Gewichtsverlust von bis zu 2,5 kg feststellen können, das ist jedoch reiner Wasserverlust vom Schwitzen.
Da der Körper aber einen fixes Verhältnis von Wasser zu seiner Grösse und Gewicht hat, gleicht er diesen Verlust bei der nächsten Flüssigkeitsaufnahme wieder aus.

Als Unterstützung bei einer Schlankheitskur kann Sauna aber sicher eine gute Ergänzung sein.

Und ja, es stimmt! Wir werden weniker Krank, aber nur, wenn Sie regelmässig die Sauna besuchen.

Erklärung: Für unser Immunsystem (also Abwehr gegen Infekte durch Bakterien und andere Verunreinigungen) benötigen wir im Blut die weissen Blutkörperchen, die Leukozyten oder Antikörper.
Wir haben immer eine gewisse Anzahl davon in unserem Blutkreislauf am „patrullieren“.
Stossen sie auf einen Fremdkörper, so umhüllen sie ihn und fressen ihn auf.
Nach etwa einer Woche bis 10 Tagen sterben die Antikörper bei Nichtgebrauch ab und werden vom Körper ausgeschieden.

Überfällt uns nun eine grosse Anzahl von Fremdkörpern (z.B. bei einer grösseren Wundinfektion oder Grippe, Schnupfen, etc.) die sich auch noch explosionsartig vermehren, so können die verhältnismässig wenigen Antikörper mit der Überzahl an Eindringlingen nicht mehr fertig werden.
Es kommt zu einer Infektion und der Körper reagiert mit Fieber darauf, wir werden krank.
Dies ist das Signal um sofort grosse Mengen an Antikörpern zu produzieren.
Nach und nach kann die so aufgestellte Armee die Eindringlinge besiegen.
Das dauert in der Regel etwa eine Woche.

Was hat das nun mit der Sauna zu tun? Sehr viel!
Denn wenn wir in der Saunakabine schwitzen, machen wir uns ein künstliches Fieber, wir erhöhen also die Kerntemperatur des Körpers.
Unser Organismus reagiert prompt darauf.
Er weiss zwar nicht woher dieses Fieber kommt, aber vorsorglich beginnt er sofort mit der Produktion von Antikörpern.
Die so erstellte Armee findet zwar keine Eindringlinge, verbleibt aber für die nächsten 7-10 Tage im Blutkreislauf.
Kommen wir nun in dieser Zeit in Kontakt mit Fremdkörpern (z.B. jemand hustet uns an) so dringen diese Bakterien zwar in uns ein, werden aber dank der Übermacht an Antikörpern vernichtet, noch bevor sie sich gross vermehren können.
Und wir haben nicht einmal gespürt, dass wir zum Beispiel einer Grippe entgangen sind!
Wiederholt man nun die Sauna wöchentlich, so haben wir immer einen genügenden Vorrat an Antikörper im Umlauf um den meisten Infekten zu trotzen.
Belässt man es hingegen bei nur einem Saunabesuch, so ist der Schutz nach spätestens 10 Tagen dahin.

Die erhöhte Anzahl Antikörper im Blut ist übrigens weder schädlich noch nachteilig für den Menschen.

Wie oft sollte man in die Sauna?

So lange Sie sich wohl fühlen dabei, können Sie so oft die Sauna besuchen wie sie mögen.

Die meisten Saunagänger baden wöchentlich einmal, wenige auch zwei- oder sogar dreimal.

Wie ich bereits weiter oben beschrieben habe, halten die Wirkungen des Saunabadens etwa eine Woche vor.
Das bedeutet weitgehenden Schutz gegen Schnupfen, Erkältung, Grippe, Infekte und ein gutes „Anti-Stress-Training“, weil die Anregung und Umstimmung der Steuerungsorgane im Körper etwa eine Woche anhalten.

Bei einigen Patienten wird manchmal sogar eine tägliche Sauna verordnet (einmal heiss/kalt).
Sportler "baden" zur Unterstützung der Kondition oft zweimal pro Woche in der Sauna.

Bezüglich der Saunagänge kann gesagt werden, dass für eine günstige körperliche Reaktion mindestens ein Aufenthalt in der Kabine von mindestens 8 Minuten nötig ist.
Zwei oder drei solcher Aufenthalte sind besser.
Eine Überschreitung von 15 Minuten pro Gang vermag die Wirkung aber nicht mehr zu steigern.
Es spricht für die Ungefährlichkeit des Saunabades, dass sich auch bei Übertreibungen, z.B. mehr als drei Saunagänge bei einem Bad oder fast tägliches Saunabaden mit zwei bis drei Gängen, nicht unbedingt Gesundheitsschäden einstellen.
Bei dieser Übertreibung jedoch ermüdet man unter Umständen schon während des Bades, und die vorteilhaften Wirkungen der Saunaanwendung werden dadurch nicht grösser.

Im Gegenteil! Statt Schlafförderung beispielsweise könnten sich Schlafstörungen, statt beruhigt und ausgeglichen zu sein, könnte sich Gereiztheit einstellen.